Philosophischer Smalltalk

Youtube schlägt einem komische Sachen vor, wenn man nicht angemeldet ist.

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Wo ist Civitas, wenn man ihn mal braucht?

Worum geht’s da? Dass jeder Altruismus zwangsläufig egoistisch (reziprok) ist?

Bitte nicht!

Dann ist es per Definition kein Altruismus mehr. Ähnlich widersprüchlich wie „grünliberal“.

Du bist kein Geisteswissenschaftler, oder?
Dachte ich mir zmd gestern schon als du meintest, Rechte wären im Irrtum ^^

Edit: Ich kann doch sagen: Altruistisches Handeln ist Handeln ohne direkten (messbaren) Gegenwert, aber dafür mit abstraktem, indirektem Gegenwert (für sich, für die Spezies, whatever). usw

Ich stehe im Zweifel immer hinter dir. Kann sein, dass du mich nicht siehst, ich seh‘ dich immer.

Altruismus ist ja Handeln, ohne auf Eigennutz bedacht zu sein. Egoismus scheint das Gegenteil zu sein. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass altruistisches Handeln allein nicht existiert. Der Altrusimus ist eine Form des Egoismus.

Ich bin, wie manche wissen, überzeugter Egoist.

Meiner Meinung nach ist jede Handlung eines Menschen - bewusst oder unbewusst- Folge der Abwägung aller Vor- und Nachteile. Die einen bewerten dabei die eigenen Vorteile gewichtiger als die anderer; manche eventuell sogar die anderer gewichtiger als die eigenen. Letzteres ist aus evolutionärer Sicht aber nicht erstrebenswert. Im extremen Zweifelsfall kann es nämlich den eigenen Tod bedeuten.

Achtet jeder zunächst auf sein eigenes Glück und schafft es, dies in einer freien Welt zu erreichen, ist das der erste Schritt, dass auch denjenigen geholfen wird, die es nicht alleine schaffen. Wohlstand führt zu Wohltätigkeit. Egoismus hilft jedem; Altruismus ist auch nur eine Sonderform des Egoismus. Warum spenden die Menschen und engagieren sind in dieser Gesellschaft? Weil sie heilig sind? Sicher nicht. Ehrenamt führt zu einem guten Gewissen, der Dank derjenigen, denen man hilft schüttet mehr Endorphine aus als Bargeld und es gilt die Annahme “wenn ich mich für andere engagiere, tun andere es im Zweifelsfall auch für mich”. Auch wenn manche das abstreiten mögen und behaupten, dass sie das völlig ohne Hintergedanken tun, so ist das für mich nur das Über-Ich, das versucht das Es zu verstecken.

Ehrenamt ist egoistisch und das ist eine gute Sache und keineswegs schändlich zu behaupten.

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Hast mich verloren als du Freud ausgegraben hast. War aber erst relativ am Ende, also Glück gehabt. :point_up:

Bin weißgott kein Freudianer, aber das Ich, Es, Über-Ich-Modell ist für manche Zwecke ganz anschaulich.

Viel Spaß:

Angenommen, wir halten einen Mann fest, der weiß, wo und wann eine Bombe explodieren und zahlreiche unschuldige Leben auslöschen wird. Wäre es nicht gerechtfertigt, Folter anzuwenden, wenn er die Aussage verweigert?

Wie wäre es, wenn du statt eine Fleißaufgabe in den Raum zu stellen, vielmehr deine eigene Meinung/ deinen Lösungsansatz zur Diskussion stellst? Hätte imho einen höheren Mehrwert.

Kann natürlich sein, dass du damit deine Meinung bereits implizierst, war aber nicht ganz klar rauszulesen.

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Solche Dilemmas bringen viel Geld auf Kickstarter, wenn man es richtig anstellt! :wink:

? :thinking:

Torture is for the turtorer.

Ah, du meinst WÄHREND der Folter.
Naja, ich finde die Aufgabenstellung halt merkwürdig, wenn eine Prämisse einfach falsch ist.

Es gibt keine ethisch vertretbare Folter. Ganz einfach eigentlich.

Ich glaube, wir sind Spielverderber :grin:

@Civitas Your turn!

Ich stimme dem zu. :man_shrugging:

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provokante Gegenthese (ist nicht meine Meinung):

wenn die Zeit knapp ist und die Hoffnung groß ist, Opfer vor einem grauenhaften und möglicherweise vermeidbaren Übel zu retten, ist ein bisschen Folter „ok“.