Krankheits- und Jammerthread

ALSO
Ich habe noch keinen implantierten Defi, hab ich bisher abgelehnt, kann mich aber zwecks dessen zurück ins Krankenhaus begeben… Frage an euch, bei 4,2%iger Chance von bösartigen Herzrhythmusstörungen („plötzlicher Herztod“) innerhalb von 5 Jahren, würdet ihr euch so ein Ding implantieren lassen?

Ich lass „weiß nicht“ mal weg, könnt ja ne Tendenz angeben

  • Ja
  • Nein

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Werde meine persönliche Entscheidung natürlich von der Umfrage abhängig machen, also bitte schlau wählen

Wie hoch ist denn die Chance, dass der Defi dann den plötzlichen Herztod verhindert? Und: Kann das Risiko durch andere Maßnahmen noch weiter gesenkt werden?

Bestünde die Gefahr, dass eines der in dem Wikipedia-Artikel genannten Probleme bei Dir zutrifft oder betrifft das eher Patienten, bei denen das Teil ständig ausgelöst wird (bei Dir ja voraussichtlich nicht, oder)? https://de.wikipedia.org/wiki/Implantierbarer_Kardioverter-Defibrillator#Psychische_und_ethische_Problematik

Ich bin mal ehrlich (aber auch nicht mit den Details vertraut)… wenn mir ein Arzt mit 4,2 käme, würde ich lachen. Meine Eitelkeit würde es ablehnen, dafür eine OP-Narbe und das Gefühl, einen Fremdkörper in mir zu tragen, in Kauf zu nehmen. Nicht gegengerechnet ist allerdings die ständige Angst vor der 4,2-prozentigen Wahrscheinlichkeit – würde für mich und meinen Charakter keine Rolle spielen, aber vlt. für dich?

Weiß ich nicht

Wie genau sich der score zusammensetzt, muss ich auch erst noch mit nem Kardiologen besprechen. Spezifisch hab ich das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hypertrophe_Kardiomyopathie (nicht obstruktive Form). Unten steht auch „Die meisten Betroffenen haben eine normale Lebenserwartung ohne Einschränkungen“ - da find ich auch nicht so ganz eindeutig, ob sich das nur auf die bezieht, bei denen das früh erkannt und engmaschig therapiert wird.

Ich bin übrigens ziemlich genervt davon, dass Ärzte mir bisher u.a. gesagt haben, dass nix mit dem Herzen ist, weil EKG ok, oder weil ich ne Frau bin, noch dazu jung usw. Srsly, mein Vater und mein Großvater väterlicherseits waren herzkrank, und meine Tante ist zmd symptomatisch. Mega schwer nachvollziehbar, wie hier der Erbgang wohl war. Nicht dass Ärzte jeden gleich ins MRT stopfen sollten, aber dass die Option einer Herzkrankheit besteht wäre vllt nice to know. Ich hab ja bis zuletzt mit mir gehadert, den Notarzt zu rufen. Das ist doch beschissene medizinische Aufklärung.

Prinzipiell sollte es nur beim Kammerflimmern auslösen, aber ich hab gelesen, dass es halt manchmal fehlerhaft auslöst, und die Vorstellung find ich halt auch total ekelhaft und beängstigend. Etwas, was einen grundlos schockt, würde man ja im Normalfall reflexartig von sich werfen.

Warst du nicht mal hypochondrisch?
Die Sache ist halt, dass das im Alltag nicht nur eine Zahl ist, sondern dann z.B. Symptome wie Herzschmerzen dazukommen, die vllt nur daran liegen, dass man sich gerade was verklemmt hat

Und nur btw: Bitte mal MERKEN was du hier tlw so schreibst, erspart wundern nachher :laughing:

Mein Vater hat nen Herzschrittmacher,er hat zu niedrigen Puls.Der geht aber nur in Action wenn wirklich was ist, ders auf dich angepasst.Das merkt er ned mal. Die OP war ziemlich überschaubar, kleiner schnitt an der Brust , wird Teilambulant gemacht.Die Kabel werden über die Arm Schlagader verlegt durch Schlüsselloch Chirurgie.Er muss 1 mal im 1 x Jahr zum Doc im Krankenhaus die Checken das und das wars auch. Seitdem hatte er keine Probleme mehr. Der muss nur paar Jahren getauscht werden ,was mit 10 Jahren aber verrettbar ist sagt er.
Die Narbe ist sehr klein bei ihm

Ich würde es schon alleine machen lassen um nicht immer die Angst des plötzlichen Herztodes im Nacken zu haben.

Plötzlicher Herztod sendet meistens Vorzeichen. Der plötzliche Herztod kommt meist nicht ganz so überraschend, wie viele denken. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen kündigt er sich Tage oder Wochen vor dem Ereignis durch Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot an.

Woher weiß man das, wenn man die Toten nicht fragen kann? :thinking:

Edit:

Durch Befragungen der Angehörigen und Sichtung der Krankenakten konnten die Forscher feststellen, dass bei 53 Prozent der Betroffenen vor dem plötzlichen Herztod Warnsignale aufgetreten waren. Dabei handelte es sich am häufigsten um Brustschmerzen, gefolgt von Kurzatmigkeit, Schwindel, Ohnmachtsanfällen und Herzrasen. Die Vorlaufzeiten waren dabei zum Teil sehr lang, in manchen Fällen sogar bis zu vier Wochen.

Würde dann aber auf nen höheren Prozentsatz tippen, weil man doch die Leute abziehen muss, die davon keinem was gesagt haben

Das war eine kurze Phase, als ich 18, 19 war. Zum Glück ist das vorbei… und ich gehe nur noch zum Arzt, wenn ich das Gefühl habe, dass es sich lohnt… oder mich Andere damit nerven.

Ich glaube, das ist manchmal dein Fluch, aber in diesem Fall auch dein Segen. Sollte sich ein plötzlicher Herztod gar nicht so plötzlich bereits vorher andeuten, wirst Du sicher nicht daran sterben. Interessant wäre mal zu erfahren, wie hoch bei Menschen, die durch plötzlichen Herztod gestorben sind, die Quote derer ist, die sich um ihre Gesundheit gekümmert haben, die medizinisches Wissen hatten oder bereits wegen ihres Herzens in Behandlung waren.

Das macht auch allein deshalb was aus, weil ich mich nicht fragen muss, ob ich nachher skeptische Sanis und Ärzte vor mir hab. Im Zweifel ist es halt falscher Alarm, aber nicht „kein Blaulicht, weil klingt nicht so ernst“ oder „hat gar nix, nervt uns grundlos mit Scheiß“.

Auch in Bezug auf die Schlaganfälle. Die hätte man demnächst eh gefunden, und laut Arztbrief gibt’s da zmd teilweise (?) ein kardioembolisches Muster.

Ach ja, was ich bisher auch abgelehnt hab, ist ne Lumbalpunktion. Dachte mir erst spaßeshalber, dass diese Untersuchung gerade noch fehlt, und laut Arztbrief möge ich gern noch ambulant dafür vorbeikommen… Das müsste man mir schon äußerst gut erklären, warum das nützlich ist. Und generell würde ich zu keinem Arzt ein zweites mal gehen, der meint Lumbalpunktion wäre harmlos und quasi wie Blutabnahme. Klar, an Nervenwasser kommt man genauso leicht wie an Blut, logisch. Und Blutabnahme macht bekanntlich auch tagelange Kopfschmerzen, Ohrensausen, und Rückenkrämpfe. Sofern sie nicht eh danebenstochern.

Das Gleiche wurde letzten Freitag bei meinem Kater diagnostiziert. Der bekommt jetzt Blutverdünner.

Alles Gute jedenfalls!

Gerade nochmal nachgelesen… ein auffälliges Herzgeräusch - scheint ja ne sehr gute Tierärztin zu sein

Eine Therapie nur aus Blutverdünner wundert mich aber

War nur zum impfen da, sie hat das Herzgeräusch festgestellt. War eine Woche später noch mal zum Ultraschall da und da hat es sich dann gezeigt. Er ist ja noch recht jung und hat keine Symptome, daher nur die Verdünner zur Gerinnselprävention. Hab aber Notfallmedizin, wenn seine Atemfrequenz steigt (Wasser in den Lungen) Gehe jetzt halbjährlich zur Vorsorge.

Aber das ist doch auch scheiße. Ich bin auch noch recht jung und gerade wieder ohne Beschwerden, würde aber auch nicht wieder auf Atemnot warten wollen. Hab im Krankenhaus 6 Kilo verloren, das’ n Haufen Zeug / Wasser. Und gerade so als Katze: Wenn die merkt, sie kriegt weniger Luft, dann wird sie sich doch erstmal weniger bewegen. Man muss ja als Katze nirgendwo hin. Und je weniger Belastung, desto schwieriger bemerkt man, dass die Atmung überhaupt gestört ist.

Edit: Wenn man googelt und als Vorschlag „HCM Katze Homöopathie“ kommt :nauseated_face:

Deswegen misst man die ja auch im Schlaf.

#lifehack

Hab das gerade bei Zoe probiert und bin zu dumm dafür, also kriegst du das auch nicht hin #Fakt

Ich fühl mich jetzt übrigens leicht beunruhigt, weil ich immer unter leichter Atemnot leide (danke #Asthma) und gelegentliche Stiche im Brustkorb auch völlig normal bei mir sind (danke #wasauchimmer).

:confused:

Man zählt die Auf- und Abbewegung des Bauches pro Minute.

Ich glaub an dich!

Aber Asthma hab ich doch auch. Es ist auch wirklich völlig anders. Bei Asthma merkt man, dass es in den Bronchien sitzt. Als sich bei mir die Verschleimung durch den Infekt gelöst hatte, hab ich aber gemerkt, dass da eine ganz tief sitzende Atemnot ist. Als hätte mir jemand einen Knoten in die Brust gemacht, gegen den ich anatmen muss, um Luft zu kriegen, der aber auch nicht reißen darf, weil ich sonst sterbe. Dachte zu dem Zeitpunkt evtl an ein Aneurysma. Und die Atmung wurde im Liegen schlimmer. Zuletzt hab ich mich gar nicht mehr hingelegt, sondern im Sitzen und seitlich gelehnt versucht zu schlafen. Laut Notaufnahme hat man es dann auch von außen gesehen (blass, kaltschweißig, leicht zyanotisch).

Die hat aber doch jeder mal. Verspannungen usw. Wenn ich bspw lange seitlich abgestützt auf dem Sofa lieg und so am Laptop tipp, dann merk ich auch irgendwann leichte Schmerzen in der Brust

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Die Katze boykottiert meine Konzentration, indem sie aufmerkt und schnurrt!